Familie»Es sollte nicht das Ziel sein, Kindern Ängste zu ersparen«

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Den Sprung schaffen sie alleine: Eltern sollten Kindern dabei helfen, ihre Ängste zu überwinden, rät Psychologin Elisabeth Raffauf.
Den Sprung schaffen sie alleine: Eltern sollten Kindern dabei helfen, ihre Ängste zu überwinden, rät Psychologin Elisabeth Raffauf. Foto: Getty Images

Klimakatastrophe, Krieg, Rechtsruck: Angst vor der Zukunft prägt das Leben vieler Jugendlicher. Psychologin Elisabeth Raffauf erklärt, wie Eltern ihre Kinder stärken und ihnen auch in turbulenten Zeiten Zuversicht vermitteln.

Interview von Maria Sprenger

SZ-Magazin: Frau Raffauf, Ihr jüngstes Buch trägt den Titel »Angst. Aufwachsen in unsicheren Zeiten und wie wir unseren Kindern helfen, mutig in die Welt zu gehen «. Haben Kinder und Jugendliche heute mehr Angst als früher
Elisabeth Raffauf: Man kann sagen, dass Erwachsenenängste im Kinderzimmer angekommen sind. Diese globalen Großängste vor Krieg, Klimakatastrophe, Rechtsruck. Wir haben als Eltern den verständlichen Wunsch, unsere Kinder damit nicht zu belasten, aber gleichzeitig merken wir, das geht gar nicht, schon allein wegen der allgegenwärtigen Medien. Und unsere Gefühlslage beeinflusst die unserer Kinder. Sie haben ein sehr feines Gespür für die Ängste der Eltern. Dazu kommt, dass auch Ängste, die es früher schon gab, wie die Angst vor Einsamkeit oder davor, ausgeschlossen zu werden, ebenfalls stärker geworden sind.

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