Essen und TrinkenDas ist doch noch gut

Aus Heft 48/20

Lesezeit: 8 Min.

Reis von 2002, Nudeln von 2005 – manches wurde in diese Schränke gestellt, als  Angela Merkel noch nicht Kanzlerin war.
Reis von 2002, Nudeln von 2005 – manches wurde in diese Schränke gestellt, als
Angela Merkel noch nicht Kanzlerin war. Foto: Anne Schwalbe

Als unser Autor die Vorratsschränke seiner Mutter aufräumt, kommen uralte Lebensmittel zutage. Muss man die jetzt wegschmeißen? Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: probieren.

Von Sebastian Stier

S

Staub hat sich auf der Verpackung breitgemacht, aber den Aufdruck kann ich sofort erkennen. Schwarze Zahlen und schwarze Buchstaben auf weißem Untergrund: 16. März 2002. Ich überlege, wie mein Leben damals aussah. Die Abiturprüfungen waren nicht fern, ich ging mit einem älteren Mädchen aus dem Nachbardorf, fuhr einen dunkelroten Opel Astra, dessen Scheiben man per Hand hoch und runter kurbeln musste, trug bunte Kleidung und schmierte mir jeden Morgen eine Tube Gel in die Haare. An mehr erinnere ich mich nicht. So lang her. Genau genommen 18 Jahre und sieben Monate. Mindestens so lange stand diese Packung Reis, die ich in den Händen halte, in dem Schrank, den ich gerade ausräume. Mindesthaltbarkeitsdatum 16. März 2002.

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