In kaum einem Supermarkt-Kühlregal fehlen heute Tofu-Burger und Seitan-Würstchen, und auch auf immer mehr Grillrosts brutzeln sie inzwischen. Es scheint, als sei für viele ein fleischloses Leben durch diese Art Ersatzprodukte überhaupt erst vorstellbar geworden. Und es lässt sich auch immer mehr Geld damit verdienen: In den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz von 56 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 181 Millionen Euro 2020, und längst sind auch große Fleisch- und Wursthersteller in den Markt eingestiegen und bringen eigene Veggie-Produkte heraus. Dabei wenden diese sich weniger an überzeugte Vegetarier, sondern vor allem an Flexitarier, also Menschen, die undogmatisch zwischen einer Ernährung mit Fleisch und einer ohne pendeln und die aus gesundheitlichen Gründen ihren Fleischkonsum reduzieren möchten. Schmeckt wie das Original, ist aber umweltbewusster und gesünder, lautet oft das Kauf-Argument. Aber stimmt das? Wie werden die Fleischersatzprodukte hergestellt, wie gesund sind sie? Und wie nachhaltig? Wir haben mit Markus Keller vom Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) und der Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gesprochen.
Essen und TrinkenWie gesund sind Veggie-Produkte wirklich?
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Soja-Bratwurst, Tofu-Knacker, Linsen-Burger: Auf tausenden Grillrosten brutzelt inzwischen pflanzlicher Fleischersatz. Aber wie gut sind diese Produkte eigentlich für den Körper? Und wie nachhaltig? Eine Übersicht.
Von Kristina Ratsch
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