Essen und Trinken»Essen ist der Schlüssel, um die türkische Gesellschaft zu verstehen«

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Fruchtig trifft herzhaft: mit Hackfleisch gefüllte Mispeln.
Fruchtig trifft herzhaft: mit Hackfleisch gefüllte Mispeln.
Foto: Yemek ve kültür dergisi ve Çiya arşiv

Der bekannteste Koch der Türkei Musa Dağdeviren erforscht das kulinarische Erbe seines Landes. Im Interview erklärt er, warum der Döner niemandem gehört, mit welchem Gericht man die Seelen der Ahnen verwöhnt und wie tief Gastfreundschaft in der Türkei verwurzelt ist.

Interview von Leonard Schulz

SZ-Magazin: Herr Dağdeviren, die Deutschen lieben Döner, kennen aber kaum andere türkische Gerichte. Stört Sie das?
Musa Dağdeviren: Keineswegs, auch wenn die türkische Küche viel mehr zu bieten hat. Damit unsere Küche bekannter wird, braucht es erstmal in der Türkei mehr Menschen, die sich mit ihrer Esskultur beschäftigen. Es gibt übrigens Diskussionen, wer den Döner erfunden hat. Manche in der Türkei fordern ein Patent. Das ist absurd. Essen kann zwar zu einer geografischen Region gehören, aber es hat keine Nationalität.

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