SZ-Magazin: Herr Käppeler, warum kann man bei Ihnen nur essen, was auf den Tisch kommt?
Dominik Käppeler: Erwartungen bringen eine Verantwortung mit sich. Wenn ein Gast liest, dass ein Gericht Kalbsbries und Banane enthält, entsteht sofort eine Assoziation – oft fehlerhaft, geprägt durch Erfahrungen. Das will ich verhindern. Ich nehme diese Erwartungshaltung raus, damit Sie das Essen unvoreingenommen genießen können. Ein Gast hat unser Konzept mal mit einer Kunstausstellung verglichen: Es geht um das Erlebnis, nicht um bloßes Essen.
Essen und Trinken»Wenn ich so koche, dass es allen schmeckt, ist es belanglos«
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Im Münchner Restaurant von Dominik Käppeler gibt es keine Karte, das Essen ist eine Überraschung. Im Interview spricht der Koch darüber, wie Erwartungen den Geschmack beeinflussen, und gibt Tipps für kreative Menüs zu Hause.
Interview von Bjarne Overkott