Essen und TrinkenDrei Bissen für ein Halleluja

Aus Heft 14/23

Lesezeit: 6 Min.

20.000 Pastéis produziert die Confeitaria in Belém pro Tag – in Handarbeit. Hier präsentieren die Bäcker umgestürzte Pastéis, die auf den darunter liegenden geschichtet sind.
20.000 Pastéis produziert die Confeitaria in Belém pro Tag – in Handarbeit. Hier präsentieren die Bäcker umgestürzte Pastéis, die auf den darunter liegenden geschichtet sind. Foto: Pedro Guimarães

Die Süßspeise »Pastéis de Nata« ist in Portugal ein cremegewordenes Nationalheiligtum. Die Liebe zum Blätterteig-Törtchen bringen auch immer mehr deutsche Urlauber mit nach Hause. Unsere Autorin hat sich auf die Suche nach den besten Pastéis Lissabons gemacht – und verrät, wie man sie nachbacken kann.

Von Verena Haart Gaspar

Das erste Mal war im Herbst 2005. Seit ein paar Wochen studierte ich da in Lissabon. Tagsüber versuchte ich, den Ausführungen meiner Professorin über die portugiesische Literatur des 17. Jahrhunderts zu folgen. Das funktionierte nicht sonderlich gut, da ich kaum Portugiesisch verstand. Abends stromerte ich durch die Gassen des Bairro Alto, des Ausgehviertels Lissabons, bestellte gezapftes Bier im Plastikbecher und feierte mit meinen Kommilitonen auf den Straßen, bis die Sonne aufging. Was gut funktionierte, denn nachts sprach ich fast fließend Portugiesisch. Zumindest kam es mir so vor. 

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