Ciao Chang

Eine lange Tafel, viel Holz, und von den Wänden schauen Freddie Mercury und Rainer Werner Fassbinder herunter, als hätten sie sich hier auf ein Feierabendbier verabredet. Das »Ciao Chang« wirkt wie ein sehr charmantes Wohnzimmer – in dem jemand wohnt, der ziemlich gut kochen kann. Früher war hier ein Wirtshaus, heute verbindet es die bayerische mit der japanischen Küche. Das Konzept der Betreiber Viet-Dúc Nguyen und Daniel Wäcker orientiert sich an Izakaya, einer Art Sake-Geschäft zum Verweilen. Das Essen wandert auf vielen kleinen Tellern in die Mitte des Tisches, damit alle probieren können: zum Beispiel Blumenkohl-Karaage, Yakitori mit Wagyu-Pflanzerl, Miso-Carbonara und Wammerl mit Chili-Crunch. Die Produkte kommen oft aus der Region, die Techniken aus Japan, und irgendwo dazwischen entstehen Gerichte, die vertraut wirken und zugleich überraschen. Auch wer eigentlich nur kurz etwas essen will, bleibt hier gern länger sitzen. Astrid Becker

