Essen und Trinken»Wir führen gestörte Beziehungen zu Tieren und damit zu uns selbst«

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Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch sinkt zwar in Deutschland seit einigen Jahren leicht, weltweit steigt er aber massiv.
Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch sinkt zwar in Deutschland seit einigen Jahren leicht, weltweit steigt er aber massiv. Foto: Getty Images

In seinem Buch »Warum wir Tiere essen« beschäftigt sich der Kulturwissenschaftler Thomas Macho kritisch mit Massentierhaltung und Fleischkonsum. Im Interview nennt er auch Ideen, mit denen der hohe Fleischkonsum zurückgehen könnte.

Interview: Gabriela Herpell

SZ-Magazin: Herr Macho, Sie sind Philosoph und schreiben über das Essen von Tieren. Was an diesem Thema ist philosophisch?
Thomas Macho: Die Philosophie hat sich von Anfang an – seit der griechischen Antike – mit Fragen der Ernährung und der Beziehung zwischen Menschen und Tieren beschäftigt. Mich interessiert heute eine auffällige kognitive Dissonanz: Wir erfahren so viel von brutaler Massentierhaltung, wir wissen immer mehr über die Empfindsamkeit und Intelligenz vieler Tierarten, dennoch boomt der Fleischkonsum.

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