Essen und TrinkenDie außergewöhnlichen Geschmäcker Irans

Lesezeit: 6 Min.

Knuspriger Reiskuchen mit Pilzen: Tahcheen
Knuspriger Reiskuchen mit Pilzen: Tahcheen Foto: DK Verlag/Matt Russell

Unsere Autorin erkundet kulinarisch ihre iranischen Wurzeln: Warum sie als Jugendliche die elementare Zutat Reis verschmähte, deshalb wütend auf sich selbst ist und wie sie traditionelle Gerichte vereinfacht. Mit Rezepten.

Von Aida Baghernejad

Reis, Reis, Reis. Iranische Küche ist dominiert von Reis. Reis mit Berberitzen, mit Orangenschale, mit Pistazien. Reis mit dicken Bohnen und Kräutern, Reis ohne dicke Bohnen und mit noch mehr Kräutern. Reis mit Kruste. Reis mit dünnen kleinen Nudeln, um den »Faden des Lebens« beim Neujahrsfest Noruz wieder in die Hände zu bekommen. Reis mit Kartoffelkruste, mit Brotkruste, mit Joghurt-Safran-Hühnerkruste. Reis ohne alles, mit langen Körnern und so fluffig, dass man sich hineinlegen möchte wie in ein frisch gemachtes Bett. Milchreis und Reismehlpudding zum Frühstück, Reispilaw zum Mittagessen, festliche Reisgerichte mit glänzenden, in Butter sanft gerösteten Nüssen und goldenem Safranüberzug zum Abendbrot. Äh, Abendreis.

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