Essen und TrinkenWarum der Döner unsterblich ist

Aus Heft 23/26

Lesezeit: 10 Min.

Deutscher Meister: Der Döner hat die Currywurst als beliebtestes Fastfood-Gericht abgelöst.
Deutscher Meister: Der Döner hat die Currywurst als beliebtestes Fastfood-Gericht abgelöst. Foto: Jelena990 / iStock by Getty Images

Wirtschaftsflaute, Energiekrise, Rassismus, Arbeits­kräfte­mangel, Mietwucher: Der Döner kriegt alle Probleme des Landes zu spüren. Trotzdem gibt es so viele Dönerbuden wie noch nie. Wie kann das sein?

Von Marc Baumann

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So weit wie die Dönerspieße von Arif Keles muss man es im Leben erst mal bringen: Sie waren 2024 im April mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier auf Staatsbesuch in der Türkei und im Juni in Herzogenaurach im Trainingslager der deutschen Fußballnationalmannschaft. Die Spa­nier bestellten sie im Juli 2024 zu ihrer Feier nach dem Gewinn der Fußball-Europameisterschaft ins Hotel »Grand Hyatt Berlin«. Und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fuhr im August 2025 extra in die Yorckstraße 49 nach Schöneberg, um sich dort einen Döner und ein Erin­nerungsfoto zu holen.

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:»Essen ist der Schlüssel, um die türkische Gesellschaft zu verstehen«

Der bekannteste Koch der Türkei Musa Dağdeviren erforscht das kulinarische Erbe seines Landes. Im Interview erklärt er, warum der Döner niemandem gehört, mit welchem Gericht man die Seelen der Ahnen verwöhnt und wie tief Gastfreundschaft in der Türkei verwurzelt ist.

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