Weinkritikerin Jancis Robinson„Die spannendsten Weine sind im preislichen Mittelfeld zu finden“

Aus Heft 48/25

Lesezeit: 14 Min.

Ihre Weinkritiken schreibt Jancis Robinson gern auch mal im Bett, ansonsten sitzt sie aber an ihrem Schreibtisch.
Ihre Weinkritiken schreibt Jancis Robinson gern auch mal im Bett, ansonsten sitzt sie aber an ihrem Schreibtisch. (Foto: Fotos: Sophie Green)

Jancis Robinson, eine der einflussreichsten Weinkritikerinnen der Welt, hat in ihrer Karriere schon mehr als 116 000 Weine bewertet. Die Engländerin über männliche Egos beim Probieren, unterschätzte Regionen und ihren Lieblingswein aus Deutschland.

Interview von Verena Haart Gaspar

Um zur wohl bekanntesten Weinkritikerin der Welt zu ge­langen, muss man hoch hinaus. Jancis Robinson empfängt in ihrem Apartment im 14. Stock in London, in der Nähe von King’s Cross. Vom lichtdurchfluteten Wohnzimmer hat man nahezu eine Rundumsicht auf die Stadt. Über dem Esstisch hängt ein markanter Kronleuchter: ein Fahrradreifen, an dem leere Weinflaschen angebracht sind – Château Pétrus, Jahrgang 1952, eine Flasche Hermitage La Chapelle von 1961 oder ein Clos Sainte Hune von 1989. Jancis Robinson, 75 Jahre alt, und ihr Mann Nick Lander, ein ehemaliger Gastronom und Food-Journalist, erwarten Gäste zum Dinner. Lander kocht das Essen, Robinson kümmert sich um die Weine. Wobei sie meint, sie sei nicht besonders geschickt darin, die Weinbegleitung auszusuchen. Ihr Wein lagert hinter der Küche. Dort hat sie einen klimatisierten, begehbaren Weinkühlschrank einbauen lassen. Sie nimmt jetzt auf einem Sessel am Fenster Platz. Ihr Blick wirkt streng, doch sobald sie zu sprechen beginnt, hellt sich ihr Gesicht auf.

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