Ich hatte Gelegenheit, einem Baggerfahrer bei der Arbeit zuzusehen. In unserem kleinen Olivenhain in Italien wurde eine Terrasse angelegt. Das schmale Terrain musste von Steinen und Felsen befreit und planiert werden. Der Bagger war klein, er bestand aus einer flachen Basis mit zwei Raupen und einem offenen, drehbaren Gehäuse darauf, an dem der Arm mit der Schaufel befestigt war. Im Gehäuse saß der Fahrer, massig, mit kleinem Hut auf dem Riesenschädel, sein Gerät mit Hebeln bedienend. So fuhr der Bagger, auf der Basis drehte sich das Gehäuse, der Arm schwenkte, die Schaufel grub ihre Zähne in rotbraune Erde, hob sie auf und verschob Steine, ließ diese auf einen Haufen poltern. Es war ein Brummen, Drehen, Heben, Senken, Schieben, Poltern, Stauben, gesteuert vom Fahrer im Flow der Bewegung.
Das Beste aus aller WeltIch schaufle, also bin ich
Aus Heft 18/23
Lesezeit: 3 Min.

Die Betrachtung eines Baggerfahrers erinnert unseren Kolumnisten daran, wie sehr Mensch und Maschine schon miteinander verschmolzen sind – auf der Baustelle, aber auch beim Stadtbummel und im Museum.
Von Axel Hacke
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