Zu meinen Lieblingstieren in der Geschichte der Zoologie gehört der blinde Zwergwels Xaverl, der im Aquarium des Nobelpreisträgers Karl von Frisch lebte. Frisch hatte es Anfang der Zwanzigerjahre an der Universität Rostock mit einem Kollegen zu tun, der behauptete, Fische könnten nicht hören. Zum Beweis postierte dieser Professor eine Opernsängerin vor seinem Aquarium und ließ sie singen. Die Reaktion des Fisches: null. Dies nahm er als Beweis für die Richtigkeit seiner These von der Fischtaubheit.
Das Beste aus aller WeltDie Zerstörungskraft des Größenwahns
Aus Heft 10/22
Lesezeit: 2 Min.

Forscher haben nun herausgefunden, dass Fische keineswegs stumm sind, sondern eine Vielzahl von Lauten von sich geben. Unser Kolumnist wusste das schon lange – dank eines Märchens, das gerade wieder beklemmend aktuell ist.
Von Axel Hacke
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