Was er von Zeitreisen halte, fragte ich Bruno, meinen alten Freund. Er antwortete, dass er sich eine Reise zum vergangenen Freitag wünsche. Da habe er mit seiner Frau beim Italiener gegessen und sei danach mit ihr ins Theater gegangen. Im Restaurant habe er lange zwischen einem Kürbisrisotto und den Spaghetti mit Vongole geschwankt. Die Entscheidung sei zugunsten der Spaghetti gefallen, was aber eine so grässliche Übelkeit zur Folge gehabt habe, dass er das Theater habe verlassen müssen und tags darauf nicht ins Stadion zum Fußball habe gehen können. Gäbe es die Möglichkeit zu Zeitreisen, er würde einen Trip zurück zum Freitag buchen, Risotto wählen und Theaterabend sowie Fußballtag genießen. Bruno!, rief ich. Kannst du nicht größer denken, immer nur an Mahlzeiten?! Ich meine Zeitreisen in die Französische Revolution oder an Kleopatras Hof.
Axel HackeMeinungsbildung per Zeitmaschine
Aus Heft 8/25
Lesezeit: 2 Min.

Kann man vor der Wahl wissen, wie es danach weitergeht? Unser Kolumnist fragt sich, ob er, ein Zeitportal vorausgesetzt, lieber in die Vergangenheit oder Zukunft reisen würde.
Von Axel Hacke
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