Axel HackeDie Vervetterung der Macht

Aus Heft 12/26

Lesezeit: 2 Min.

Illustration: Dirk Schmidt

Unser Kolumnist über eine Leiche auf dem Papstthron und die Frage, was die Söhne, Enkel und Neffen mittelalterlicher Kirchenfürsten mit dem Gebaren heutiger Autokraten zu tun haben.

Von Axel Hacke

H

Heute möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, wie es kommt, dass viele Unsympathen dieser Welt, von den minderen Gestalten des AfD-Funktionärswesens über die Partei Le Pens in Frankreich hin zum deutlich schlimmeren amerikanischen Präsidenten über den Türken Erdoğan dann zu üblen Mördern wie dem Ayatollah Chamenei und seinem Sohn oder zur Kim-Sippe in Nordkorea, dazu neigen, sich bei der Handhabung der Macht mit Familienangehörigen zu umgeben: Onkels und Tanten, Söhnen, Schwiegersöhnen und Cousinen – eine Verneffung und Vervetterung der Macht, auffällig, vom simplen Fascho-Macker bis zum Massenkiller.

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