Axel HackeHomme des Blättre

Aus Heft 48/25

Lesezeit: 2 Min.

Illustration: Dirk Schmidt

Wer sich mit einem Buch in der Öffentlichkeit zeigt, macht einen gebildeten Eindruck. Wirklich in dem Buch lesen, so hat unser Kolumnist herausgefunden, muss man allerdings nicht.

Von Axel Hacke

Z

Zu den Internet-Trends, die nicht nagelneu, aber noch interessant sind, gehört performative reading, das zur Schau gestellte Lesen von Büchern. Auf Instagram gibt es zum Beispiel das mit 1,3 Millionen Folgenden ausgestattete Profil hotdudesreading, heiße Typen, die lesen. Man sieht hübsche junge Männer mit Kaffee, Hund und/oder Tattoos, die in der U-Bahn oder auf einer Bank ein Buch lesen, oder eben: in der Hand haben. Man kann auch ein TikTok-Video von Hailey Bieber, Ehefrau von Justin Bieber, sehen, in dem sie aus ihrer Handtasche The Portable Nietzsche kramt, Nietzsche für unterwegs, und sagt, das lese sie zum vierten oder fünften Mal. Es folgt Kants Kritik der reinen Vernunft, »dazu habe ich mir viele Notizen gemacht«.

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