Ich war im Theater. Als ich in der Pause im Programmheft las, entdeckte ich einen Text, der um das Glücklichsein in unserer Gesellschaft kreiste. Es war einer von diesen Aufsätzen, nach deren Lektüre ich mich doof fühle, weil ich sie nicht kapiert habe, gleichzeitig aber denke, dass ich sie doch verstanden haben müsste. Oft (hier aber nicht) kommen in solchen Texten Foucault oder Lyotard vor, nicht selten Wittgenstein, manchmal alle drei plus Gilles Deleuze. Das sind dann Texte, an deren Ende ich mich am liebsten selbst in irgendein Doofeninstitut einweisen möchte, weil ich erstens nichts verstehe und zweitens das Gefühl habe, das Nichts verstehe im Gegenzug auch mich nicht.
Axel HackeWo kann man das Glück einklagen?
Aus Heft 44/24
Lesezeit: 2 Min.

Nach einem Theaterbesuch fühlt Axel Hacke sich doof. Also sinniert er so lange über das Streben nach Glück, bis er ein Zweiglein Hoffnung zum Festklammern findet.
Von: Axel Hacke