Axel HackeIch sessle, also bin ich

Aus Heft 13/26

Lesezeit: 2 Min.

Illustration: Dirk Schmidt

In der Öffentlichkeit erweckt unser Kolumnist stets einen geschäftigen Eindruck, in Wahrheit ist er jedoch stinkfaul – allen Appellen des Kanzlers zum Trotz.

Von Axel Hacke

I

Ich möchte ehrlich sein: Ich bin ein Faulpelz. Ein bequemer Hund. Arbeitsscheu. Der Insasse meines individuellen Freizeitparks. Ich habe einen Hang zu spätrömischer Dekadenz. Sagen Sie deadbeat zu mir oder lazybones. Meine Belastungsgrenze ist nicht höher als ein Badezimmerteppich. Ich habe keine Work-Life-Balance, wo käme ich da hin? So viel arbeite ich nicht, dass diese Tätigkeit meinen Hang zum Leben ausbalancieren könnte. Die Hängematte ist mein Habitat. Ich führe eine vita passiva, wobei mir schon das Wort führen zu anstrengend ist. Ich möchte kein Leben führen, ich will vom Leben geführt werden. Warum gibt es kein Verb namens sesseln? Ich will nicht im Sessel sitzen, ich möchte sesseln.

Zur Startseite

Mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: