Da kommt was auf uns zuVom Gurken-Mann und weißer Pracht

Aus Heft 42/09

Lesezeit: 2 Min.

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Surreale Kunst von Erwin Wurm, Jazz von Jamie Cullum und rätselhafte Designobjekte - was uns diese Woche begeistert hat.

Beckenbauer
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Gedankenübertragung
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Geste
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Gurkeninstallation
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House attack
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Misconceivable
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Pumpkin
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Sister Ruth
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Stressbeulenmann
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Telekinetischer Masturbator
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The Anarchist
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Künstler des Jahres 2007
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Kunst Erwin Wurm
Ein Porsche mit Fettsucht, vom Himmel gefallene Häuser, ein verbogenes Boot – mit surrealen Skulpturen wurde der österreichische Künstler Erwin Wurm berühmt. Und ob man über seine Arbeiten lacht oder staunt, hängt davon ab, wie tief man blicken will: Denn Wurms Kunst ist nur vordergründig slapstickhaft. Sein Humor ist eine Waffe. Sie zielt auf die Konsumgesellschaft und ihre Fragwürdigkeiten, aber auch auf den Kunstbetrieb und seine Rituale. In seinen Minutenskulpturen nötigt Wurm immer wieder wildfremde Menschen zu grotesken Posen und macht davon Fotos. Besucher seiner Ausstellung seien also gewarnt: Wenn Sie ein Mann fragt, ob er Ihnen Pommes frites in die Nase stecken darf oder eine Banane in den Hosenbund, erschrecken Sie nicht. Im besten Fall finden Sie sich später als Kunstwerk im Museum wieder.

Erwin Wurm, Lenbachhaus, München, 17. Oktober bis 31. Januar.

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Jazz Jamie Cullum
Jamie Cullum, warum finden viele Menschen Jazz furchtbar?
Weil Jazz schwierig ist. Die Leute misstrauen dieser Musik, die sie nicht verstehen. Aber Jazz soll auch gar nicht jedem gefallen. Von Anfang an war Jazz Musik, zu der die Spießbürger keinen Zugang hatten. Haben manche Jazzer den Gedanken, nicht jedem gefallen zu wollen, zu weit getrieben?
Ich verstehe, was Sie meinen, aber die schwierige, exklusive Musik, die Miles Davis in den Siebzigern gemacht hat, ist eben auch unermesslich gut. Wegen ihrer Kühnheit wird sie ewig leben, auch ohne von Millionen Menschen gehört zu werden.

Sie hingegen arbeiten an der Versöhnung von Jazz und Pop.
Ich glaube, dass Jazz und Pop gar nicht so weit entfernt voneinander sind, wie man denkt. Mich interessiert es, beides zu vermischen, und ich versuche, gelegentlich einen Song zu schreiben, der zum Pop-Hit werden könnte. Die Jazz-Presse in England kritisiert mich dafür.

Denen dürfte auch missfallen, dass Sie in den Klatschblättern auftauchen, seit Sie mit dem Model Sophie Dahl liiert sind.
Ja, aber das ist mir egal. Das stört mich in etwa so wie eine Mücke, die durch den Garten fliegt.

Stimmt es, dass der Song Love Ain’t Gonna Let You Down auf Ihrem neuen Album Sophie Dahl gewidmet ist?
Eigentlich ist ihr die ganze Platte gewidmet.

Jamie Cullums neues Album The Pursuit erscheint am 6. November.

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Design Weiße Pracht
Mit rätselhaften und stilbildenden Entwürfen hat Maison Martin Margiela die Mode revolutioniert. Jetzt stellt das Haus eine Reihe von "white objects" für die Wohnung vor.

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