AbschiedskolumneNaschen gegen Nuklearwaffen

Pressebild

Atomkrieg? Klingt so nach 80er Jahre. Aber jetzt werden plötzlich wieder die Reichweiten von Interkontinentalraketen ausgerechnet. Früher halfen Omas Bonbons gegen die Angst - und heute?

Von: Max Fellmann

Pressebild
Pressebild
S


Schon klar, Nordkorea ist nicht die Sowjetunion. Da streiten nicht zwei gleichstarke, riesige Gegner. Aber zum ersten Mal ist wieder diese Bedrohung von damals in der Welt. Zum ersten Mal wird wieder über die Reichweite von Atomwaffen diskutiert und darüber, wieviele Menschen eine einzige davon töten kann. Grauenhaft. Diese Irren.

Und plötzlich sitze ich wieder vor den Nachrichten, wie damals, mit zehn oder elf. Mein Großvater ist längst tot. Meine Großmutter auch. Jetzt bin ich selbst derjenige, der den Kindern etwas zum Naschen gibt. Und wenn meine Tochter fragt, Papa, wer ist der Mann mit den komischen Haaren da in den Nachrichten, dann schlucke ich. Und wenn sie fragt, du schaust so ernst, muss man vor dem Mann Angst haben, dann schlucke ich noch mehr. Und ich sage, ach, das ist nur ein Depp, der komische Sprüche reißt, da passiert nichts. Aber ob ich mir das selbst glaube? Ich weiß es gerade nicht mehr.

Foto: dpa

Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

Mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: