Wolf Haas über Jugend

"Ich war so ein dicker Bub": Der Schriftsteller über seine Zeit im katholischen Internat, wieso er jahrelang Angst hatte, Lokale zu betreten, und was für ihn wahre Liebe ist.

Interview von Bernhard Blöchl
(Foto: Gerry Nitsch)

Ab und an schaut er sich um im Café, es könnte ihn ja jemand von früher erkennen. Wolf Haas lebt in Wien, aber hier in Salzburg ist er groß geworden. Ein guter Ort, um mit dem Schriftsteller über das Erwachsenwerden zu sprechen.

SZ: Herr Haas, wir sitzen hier in einem Salzburger Café namens Fingerlos. Sind Sie der Zehn-Finger-Schreiber oder pflegen Sie das Zwei-Finger-Suchsystem?

Wolf Haas: Zehn Finger! Ich habe einen extrem starken Bezug zu der Tätigkeit des Tippens.

Inwiefern?

Das ...