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Welt-Vegetarier-Kongress:Das Leben in Vegatopia

Von Clint Eastwood bis Ringo Starr

Prominente Vegetarier

Fleischlos glücklich

Um sich bei der Essensbestellung im Ausland klipp und klar ausdrücken zu können, stehen auf der Kongress-Website "nützliche vegetarische Redewendungen" - und zwar nicht nur in englischer Sprache, sondern zum Beispiel auch auf Dänisch, Niederländisch, Französisch oder Ungarisch. Darunter findet sich etwa die Aussage "Ich liebe Tiere, also esse ich sie nicht".

Neben dem Tierschutz geht es den meisten Vegetariern laut Scholvien um gesunde Ernährung. Hinzu kämen Umweltprobleme und die Sorge um die Entwicklungsländer. Scholvien verweist darauf, "dass wir über Tierverbrauch viel mehr Ressourcen verbrauchen als über Pflanzenverbrauch" und dass wir ärmeren Ländern "einen Teil ihrer Nahrungsgrundlage nehmen, um unser Vieh zu füttern".

Über diese Dinge wolle der Vegetarierbund "aufklären und nicht die Menschen missionieren", sagt Scholvien, deren Eltern und Schwiegereltern schon Vegetarier waren und die seit drei Jahrzehnten vegan lebt - also neben Fleisch und Fisch auch auf Eier und Milchprodukte verzichtet. Allerdings habe sie auch viele Freunde, die Fleisch essen, "und die achte ich genauso". Es sei gut, dass auch die vegetarische Lebensweise heute weithin akzeptiert werde.

Wer sich vegetarisch ernährt, darf sich in guter Gesellschaft wissen, wie die Vegetarier-Union gern betont: Vom früheren "Beatle" Ringo Starr und den Schauspielern Clint Eastwood, Demi Moore und Dustin Hoffmann über die Schriftsteller Wilhelm Busch und Franz Kafka bis zum Maler Leonardo da Vinci listet sie im Internet seitenweise vegetarische "Celebrities" auf.