Der Weg ist breit genug für zwei, das Gras noch nass vom Morgentau. Jan Mersch geht in gleichmäßigem, fast unauffälligem Tempo. Erst später wird klar, warum. „Aerob“, sagt er, „nicht anaerob“: kein Training gegen den Berg, kein Kampf gegen die eigene Erschöpfung. Die Beine übernehmen, die Stöcke geben den Rhythmus vor, Gedanken beginnen automatisch zu laufen – und zum Reden bleibt genug Luft.
AusdauersportWo die Gedanken fliegen
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Weitwanderungen können Blasen an den Füßen verursachen – aber bringen sie auch die erhoffte innere Ruhe? Eine Erkundungstour im Chiemgau mit dem Bergführer und Psychologen Jan Mersch.
Von Titus Arnu
