Weihnachtsgebäck aus aller Welt – Panettone

Streng genommen ist der Panettone ja auch nur eine Art Gugelhupf aus der Zeit, als Leonardo für den Sforza-Fürst Ludovico il Moro in Mailand rauschende Feste ausstattete. Doch gerade das vermeintlich Einfache ist oft am schwersten. Der Panettone neigt leider heute zu Trockenheit, gummiartiger Konsistenz und künstlich-parfümiertem Aroma. Dabei sollte er weich, locker und bissfest zugleich sein. Vor allem aber muss er duften: nach frischem Teig und nach Früchten. Denn zu den Zutaten gehören neben Weizenmehl, Butter, Eigelb und Hefe, auch mindestens 20 Prozent Sultaninen, kandierte Orangenschale und kleine Stücke Zitronat. Konservierungs- oder Farbstoffe sind verboten, woran sich aber viele nicht halten. Selbst Hersteller, die sich auf traditionelle Verfahren berufen, sparen zudem leider oft an den Früchten, die später dann ungleich im Teig verteilt sind. Und die Böden von Panettoni aus Industriebäckereien sind mitunter verbrannt.

Bild: PR NEWSWIRE 13. Dezember 2010, 10:372010-12-13 10:37:44 © SZ vom 10.12.2010/holl