HistorieGottes Warnung

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Walfang in eisigen Regionen: Holländische Seemänner an der Küste Spitzbergens, gemalt 1690 von Abraham Storck.
Walfang in eisigen Regionen: Holländische Seemänner an der Küste Spitzbergens, gemalt 1690 von Abraham Storck. Alamy Stock Photos/Historic Images/mauritius images

Gestrandete Tiere wie „Timmy“ galten als Botschaft des Himmels. Menschen verehrten die größten Säugetiere, jagten sie erbarmungslos und bewundern sie. Eine kleine Kulturgeschichte von Menschen und Walen.

Von Johanna Pfund

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Was waren sie furchterregend: Timor Tom, dieser Leviathan, von Narben zerfurcht wie ein Eisberg. Oder Neuseeland-Jack, der Schrecken aller Schiffe vor den Inseln der Tätowierten. Und erst Morquan, König von Japan, dessen Blasfontäne die Form eines weißen Kreuzes anzunehmen pflegte! So sinniert der junge Seemann Ismael über die berühmten Wale des 19. Jahrhunderts. Bald wird er unter dem Kommando des Kapitäns Ahab mit einem Walfangschiff auslaufen, um den gefährlichen weißen Pottwal Moby Dick zu jagen, der einst den Ahab ein Bein kostete. Namen, stellt Ismael dabei fest, verleihen den riesigen Meeressäugern alle Rechte, Privilegien und Ehren, die ein Name eben mit sich bringt. Ein Kampf mit ihnen ehrt den Gegner, eine Sichtung des Ungeheuers erhebt einen Seemann fast zum Heiligen.

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