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VIP-Klick: Helen Mirren:... und böse überall hin

Frauen sollten nicht zu nett sein, fordert Helen Mirren und macht klar, was sie damit meint. In Interviews berichtet die Schauspielerin von Tattoos, Drogen und ihrer unverkrampften Haltung zum Fluchen. Schließlich sei sie früher selbst "ein böses Mädchen" gewesen.

Helen Mirren muntert ihre Geschlechtsgenossinnen auf. "Frauen werden unterschätzt und sollten viel egoistischer sein", forderte die Schauspielerin in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Frauen sollten nicht zu nett sein, würden aber leider dazu erzogen. "Wenn ich eine leibliche Tochter hätte, wären die ersten Worte, die ich ihr beibringen würde: 'Fuck off!'"

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Helen Mirren war früher selbst ein böses Mädchen.

(Foto: Getty Images)

Sie selbst sei früher ein "böses Mädchen" gewesen, gesteht die 66-Jährige. Daran erinnere sie ihr Tattoo, das sie sich habe stechen lassen, als sie in einen Indianer verliebt gewesen sei. Ihrer Jugend scheint Mirren aber nicht hinterher zu trauern. Ein Wahrsager habe ihr Erfolg ab 40 prophezeit, berichtet sie und sagt spöttisch über die Mechanismen die Filmindustrie: "Hollywood verehrt als Kino-Publikum junge Penisse."

Auch wenn es um ihren Drogenkonsum geht, nimmt die Schauspielerin kein Blatt vor den Mund. Sie habe aufgehört zu koksen, als sie gelesen habe, dass NS-Verbrecher Klaus Barbie als Kokain-Baron in Südamerika gelebt habe. "Allein die Vorstellung, dass ich durch meinen Kokainkonsum auch nur die Hälfte eines Pennys einem solchen Massenmörder zukommen ließ, war für mich unerträglich", sagte sie der Berliner Zeitung. Natürlich stellte sie gleichzeitig klar, dass sie niemals drogenabhängig gewesen sei. Sie habe lediglich ab und zu auf Partys Kokain konsumiert.

Auch wenn die freimütigen Interviews der Werbung für ihren neuen Film dienen, darf man Mirren doch zugute halten: Als Kämpferin für die die Unabhängigkeit der Frauen ist sie ziemlich glaubwürdig.

© sueddeutsche.de/sebi/grc
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