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VIP-Klick: George Michael:Troubadix George

Wer sich beim Sex auf einer öffentlichen Toilette erwischen lässt und unter Drogeneinfluss Londons Straßen unsicher macht, den wollen die Royals nicht auf der Hochzeit des Jahres sehen: nicht als Gast - und schon gar nicht als Sänger. George Michael stört das wenig.

Die Beckhams kommen, Guy Ritchie ist dabei - und sogar die Ex-Partner von Braut und Bräutigam sind beim Hochzeitsspektakel des neuen royalen Traumpaares am 29. April unter den Gästen. Nur einer hat keine Einladung für das gesellschaftliche Event des Jahres bekommen: George Michael. Ein Geschenk will der skandalumwitterte, britische Popstar William und Kate trotzdem machen: Der Ex-Wham!-Sänger hat ein Lied für den Prinzen und seine Zukünftige aufgenommen.

Seine Interpretation des Stevie Wonder Songs You and I steht im Internet zum Herunterladen bereit - zusammen mit der Bitte an die Fans, an die von William und Kate ausgewählten Hilfsorganisationen zu spenden. Das erklärte der 47-jährige Popstar in einem Interview mit dem US-Sender CNN.

Ein "ehrliches Geschenk"

"Ich bin mir ganz sicher, dass Diana die ganze Sache geliebt hätte", sagte Michael über die Vermählung des ältesten Sohnes von Prinz Charles und der 1997 verstorbenen Lady Diana. "Ich hoffe sehr, dass sie auch dieses Lied geliebt hätte. Ich habe im Gefühl, dass das so gewesen wäre."

Beim Internetnachrichtendienst Twitter betonte Michael, das Lied sei ein "ehrliches Geschenk" an William und Kate und keinesfalls eine Werbeaktion - oder gar der Versuch, sich doch noch eine Eintrittskarte zur Westminster Abbey zu erschleichen. Er sei nicht böse, dass er nicht zur Hochzeit eingeladen sei. Das Paar solle den Tag mit Menschen verbringen, die es liebe, und nicht mit "komischen Ex-Knackis aus dem Showgeschäft".

Michael war 1998 in Los Angeles festgenommen worden, weil er auf einer öffentlichen Toilette einen Polizisten in Zivil zum Geschlechtsverkehr aufgefordert hatte. Zudem wurde der Sänger, der den peinlichen Sex-Skandal in seinem Hit Outside verarbeitete, in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verhaftet: Erst im vergangenen Jahr war er deshalb zu acht Wochen Gefängnis verurteilt worden.

© sueddeutsche.de/dpa/jobr
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