Ein Gummiband um den Bauch, zwei weitere Riemen um die Beine, in der Mitte ein dicker Gummiring. Einen komfortablen Eindruck machen die selbstgenähten Unterhosen des französischen Kollektivs Thomas Bouloù wirklich nicht. "Die Beschwerden, die in den ersten Tagen des Tragens auftreten können, gehen aber schnell vorüber", verspricht Christian Balaud, der Teil des Kollektivs ist. Bis zu 15 Stunden am Tag zwängen sich die Männer aus der bretonischen Stadt Quimper in das "Modèle Jockstrap" - und wollen so ihren Teil zur Empfängnisverhütung beitragen. Das Prinzip ist einfach: Die Unterhose drückt die Hoden in den Bauchraum, dort erwärmen sie sich um ein bis zwei Grad auf Körperkerntemperatur. Das reiche aus, um die Produktion fruchtbarer Spermien vorübergehend auszusetzen, sagen die Erfinder dieser besonderen Art der thermischen Methode. "Männer sind genauso wie Frauen für mögliche Schwangerschaften verantwortlich", erklärt Balaud, "wir müssen deshalb in heterosexuellen Beziehungen ebenfalls Verantwortung übernehmen."
VerhütungDie Suche nach dem Verhütungsmittel für den Mann
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Seit Jahrzehnten wird an der Pille für den Mann geforscht, auch mit speziellen Unterhosen, Verhütungstees und Gelen gab es vielversprechende Experimente. Warum schafft es nichts davon auf den Markt?
Von Cora Krüger
