bedeckt München 20°

Verhütung:Kein Gummi in die Geldbörse

Kondome haben im Portemonnaie nichts zu suchen, warnt der Berufsverband der Frauenärzte. Denn die Verhütungsmittel können beschädigt werden.

Kondome sollten grundsätzlich nicht im Geldbeutel aufbewahrt werden. Denn Quetschung und Hitze können sie dort beschädigen, warnt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.

Kondome; dpa

Kondome: höchste sensible Hilfsmittel

(Foto: Foto: dpa)

Besonders im Sommer müssen Kondome außerdem vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

"Die geeignete Aufbewahrung ist neben der Anwendung eine wichtige Voraussetzung für die Sicherheit von Kondomen", sagt Klaus König vom BVF.

Verhärtete oder brüchige Präservative sowie Kondome aus beschädigten Verpackungen sollten auf keinen Fall verwendet werden.

Gerade beim Auspacken ist Vorsicht geboten: "Durch Fingernägel, Intim-Piercings oder andere spitze Gegenstände können schon beim Öffnen der Verpackung Beschädigungen auftreten", erklärt König.

Ein häufiger Anwendungsfehler sei auch das Verwechseln der Innen- und Außenseite beim Aufstülpen.

Dann muss ein neues Kondom verwendet werden, da ein sicherer Schutz nicht mehr gewährleistet sei. Auch fetthaltige Gleitmittel, Salben oder Zäpfchen zerstörten Latex- Kondome und sollten daher vermieden werden.

Um Anwendungsfehler zu vermeiden, empfiehlt der BVF, gleich nach dem Kauf einen Blick auf die Gebrauchsanweisung zu werfen.

© dpa/mmk
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema