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Ursachen der niedrigen Geburtenzahlen:Frauen in Ostdeutschland bekommen weniger Kinder als früher

Der Geburtenrückgang in Deutschland setzt sich einerseits aus der rasant gestiegenen Kinderlosigkeit von Akademikerinnen im Westen zusammen und andererseits aus dem fast vollständigen Verschwinden kinderreicher Familien. Letzteres macht sich vor allem im Osten bemerkbar. So bleiben in den neuen Bundesländern zwar grundsätzlich weniger Frauen kinderlos als im Westen - weil sie nicht befürchten, schief angesehen zu werden, wenn sie weiter arbeiten. Das Problem liegt anderswo: Ostdeutsche Eltern entscheiden sich heute oft für nur ein Kind, weil sie für ein zweites schlichtweg nicht genügend Geld haben. Die Sozialforscher bezeichnen dies in der Studie als "schwierigere ökonomische Lage der Familien in Ostdeutschland".