Ursachen der niedrigen Geburtenzahlen In keinem anderen Land auf der Welt verzichten Frauen so häufig ganz auf Kinder wie in Deutschland

Fast ein Viertel der Frauen (24 Prozent), die in den Jahren 1964 bis 1968 in Westdeutschland geboren wurden, haben keinen Nachwuchs bekommen. Die Statistiker haben zudem aufgedröselt, dass in diesen Jahrgängen sogar mehr als 30 Prozent der Frauen mit Hochschulabschluss kinderlos geblieben sind. In den Befragungen ist den hochqualifizierten Frauen gemeinsam, dass sie sich bewusst so entschieden haben, weil sie Beruf und Elternschaft für nicht kombinierbar halten.

Gut ausgebildete Frauen bekommen weniger Kinder

Umgekehrt gilt: Je niedriger der berufliche Ausbildungsabschluss ist, desto mehr Kinder bringen die Frauen zur Welt. Frauen in Deutschland ohne Berufsabschluss haben durchschnittlich 1,8 Kinder geboren. Bei dieser Gruppe ist der Anteil kinderloser Frauen mit 17,4 Prozent besonders niedrig, gleichzeitig bekommen 32 Prozent sogar drei oder mehr Kinder.