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Debattenkultur:Die Kunst des Streitens

Debattenkultur
(Foto: Ryker/Shutterstock)

Auseinandersetzungen sind kein Problem für eine Demokratie, im Gegenteil. Gefährlich wird es, wenn Regeln und Anstand vergessen werden. Ein Plädoyer für die gute Form.

Von Detlef Esslinger

Nicht, dass man Mitleid mit ihm haben müsste. Mark Esper war bis zum Montag dieser Woche Verteidigungsminister der USA, und als er sich im Juni vor drei Jahren in den Dienst von Donald Trump stellte, zunächst als Staatssekretär, vor gut einem Jahr als Minister, wusste er wohl, worauf er sich einließ. Aber gab es das jemals, dass sich ein amerikanischer Präsident noch nach seiner Abwahl von einem so wichtigen Mitglied seines Kabinetts trennt; anstatt zu sagen, egal welchen Krach wir hatten, die Zeit bringen wir noch rum? Wenn es schon so weit kam, wollte Mark Esper es jedenfalls nicht nach einem Rücktritt aussehen lassen, Donald Trump wiederum nicht nach einer alltäglichen Trennung - er twitterte, dass dem Minister "gekündigt wurde", das Passiv also wählte er: "Mark Esper has been terminated." Brutaler, kälter kann man es im Englischen kaum formulieren.

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