Unter Menschen, die sich für so was interessieren, gibt es eine Debatte darüber, was wohl die hässlichste Stadt in Deutschland ist. Gelsenkirchen wird genannt, Dortmund und auch Salzgitter. Kenner schaudern über Starnberg, das ohne den See eine ortskernlose Häuseragglomeration wäre. Eisenhüttenstadt wiederum gilt als das Taschkent Brandenburgs. Das ist natürlich alles sehr subjektiv, und nur wenn ich Architekturkritiker oder Urbanaut wäre, würde ich glauben, dass mein Urteil in irgendeiner Form relevant sein könnte. Anekdotisch: Ich erinnere mich an diverse, funktionsbedingte Besuche in Ludwigshafen, wo es viele Betonwände gibt und dessen Bahnhof bei ästhetisch empfindlichen Naturen leichtere Darmverschlingungen hervorrufen könnte.
Deutscher AlltagIn Wagners Raumschiff
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Die „Meistersinger“ in der nicht ganz so schönen Stadt Ulm: Wie man lernen kann, ein menschenfreundlicher Hans Sachs zu sein.
Kolumne von Kurt Kister
