Überleben nach dem WM-Aus Hass, Schmerz, Leere

Nichts liegt uns ferner, als schlechte Stimmung zu verbreiten. Wir sorgen uns nur ein bisschen um Sie. Ein kleiner Trauerleitfaden und Tipps für den Fall aller Fälle: das WM-Aus.

Erste Phase: Schock

Die Schockphase kann mehrere Tage andauern.

(Foto: dpa)

Diese Phase dauert einige Stunden bis wenige Tage. Der Fan ist paralysiert, kaum ansprechbar - so als sei ihm gerade ein Fussball mit 70 km/h an den Kopf geknallt. Seine Wahrnehmung fokussiert sich auf den einen traumatischen Moment, während die Welt um ihn herum in Slowmotion zusammenbricht. Der Schock kann so schwer sein, dass Betroffene das WM-Aus verleugnen.

TIPPS: Atmen Sie ruhig. Bitten Sie Freunde und Angehörige, bei Ihnen zu übernachten: Der Moment kurz nach dem Aufwachen, wenn die Erinnerung über Sie hereinbricht wie ein Unwetter, wird hart werden. Aufstehen ist nur schwer möglich. Raffen Sie sich auf und verwöhnen Sie sich: Nehmen Sie ein heißes Bad und drehen Sie Black Sabbath voll auf, um das presslufthammerartige WARUM in Ihrem Kopf zu übertönen. Gehen Sie in die Natur, suchen Sie Trost unter einem großen Baum und lassen Sie Ihren Tränen freien Lauf. Meiden Sie Bolzplätze: Der Anblick könnte weh tun. Lutschen Sie Sahnebonbons, damit Ihre Hypophyse Endorphine ausschüttet. Haben Sie schon realisiert, dass das WM-Aus kein böser Traum war? Bravo! Sie sind schon in der zweiten Phase.