Alltag:Die große Überforderung

Lesezeit: 7 min

Die ganz private und digitale Vorhölle des Dr. med. Werner Bartens

Nicht nur die Geräte, auch die Menschen sind heute hochkompliziert.

(Foto: Gustav Courbet/Imago/oh/Collage: Christian Tönsmann)

Früher war nicht alles besser, aber vielleicht manches einfacher: Weshalb Fernseher, Wäschetrockner, Autocockpits und selbst der Hosenkauf zu einer ungeahnten Herausforderung werden können - von Beziehungen gar nicht erst zu reden.

Essay von Werner Bartens

Dieses elementare Gefühl der Verlorenheit stellt sich bereits vor dem Fernseher ein. Einschüchternd drohen zwei Fernbedienungen mit diversen "Home"- und "Source"-Buttons. Die Tasten sind in etwa so groß beschriftet wie das, was als "Ihr-Name-auf-einem-Reiskorn" einst in Fußgängerzonen verkauft wurde. Angeblich lassen sich mit der Fernbedienung 999 Programme ansteuern. Zusätzlich kann auf Mediatheken, Social Media und Streamingdienste zurückgegriffen werden. Wahrscheinlich bietet das Gerät, das sich für einen Smart-TV hält, auch eine Direktverbindung zum Thermomix an.

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