Zehn Jahre Putschversuch in der TürkeiDas Land vergisst, die Wunde bleibt

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Erdoğan-Anhänger wenige Tage nach dem Putschversuch am 15. Juli 2016 in Istanbul unweit der Brücke über den Bosporos.
Erdoğan-Anhänger wenige Tage nach dem Putschversuch am 15. Juli 2016 in Istanbul unweit der Brücke über den Bosporos. Emrah Gurel/AP

Wer die Türkei und Erdoğans Macht heute verstehen will, muss zehn Jahre zurückblicken: auf den Putschversuch von 2016, bei dem Hunderte Menschen ums Leben kamen. Unser Autor war damals vor Ort – und trifft nun Beteiligte wieder.

Von Raphael Geiger

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Zum ersten Mal treffen wir uns an einem Junimorgen am Bosporus, in einem Teehaus in Çengelköy, ihrem Viertel auf der asiatischen Seite. Wir sitzen am Ufer, vor uns liegt die Silhouette von Istanbul, die Minarette der Moscheen, davor die Hängebrücke von Asien nach Europa.

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Eine ARD-Dokuserie zeigt den Aufstieg von Recep Tayyip Erdoğan zum mächtigsten Mann der Türkei. Man sieht einen, der sein Land seit fast einem Vierteljahrhundert prägt. Und eines nie loswurde: seine Angst.

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