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Tourismus - Suhl:Stimmung im Südthüringer Gastgewerbe so gut wie lange nicht

Suhl (dpa/th) - Gastwirte und Hoteliers in Südthüringen sind so optimistisch wie seit zehn Jahren nicht. Neun von zehn Hotels und Pensionen berichteten in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen von stabilen oder gestiegenen Umsätzen. Bei den Gaststätten gelte das für 84 Prozent der Betriebe. Der Thüringer Wald gehört neben den Städten Erfurt, Weimar, Jena und Eisenach zu den wichtigsten Tourismusregionen im Freistaat.

Auch die Aussichten seien gut bewertet worden, teilte die Kammer mit. 69 Prozent der Hoteliers und 81 Prozent der Gastwirte erwarteten gleichbleibend gute oder bessere Geschäfte. Entsprechend hoch sei die Investitionsbereitschaft. Zwei Drittel der Betriebe plane Investitionen in ihre Betriebe und das Angebot.

"Das neue Umsatzhoch in Verbindung mit leicht angepassten Förderbedingungen schaffen ein Fundament für den schrittweisen Abbau von Investitionsstaus und den weiteren Ausbau der Qualität", erklärte IHK-Geschäftsführer Ralf Pieterwas. Nur so könne es gelingen, dass sich der Thüringer Wald im Wettbewerb mit anderen Mittelgebirgsregionen behaupte.

Ein wirtschaftliches Risiko sehe das Gastgewerbe nicht nur im Fachkräftemangel, sondern auch in den Energiepreisen in Thüringen. Das Thüringer Förderprogramm Green Invest, das unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien oder Projekte zur Energieeinsparung unterstützt, sollte auch für das Gastgewerbe geöffnet werden, erklärte der IHK-Geschäftsführer.

In den Thüringer Wald kamen im vergangenen Jahr knapp 1,4 Millionen Urlauber, 1,5 Prozent weniger als 2017. Sie blieben im Schnitt drei Tage, so dass gut 4,1 Millionen Übernachtungen gebucht wurden (-0,9 Prozent).