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Tourismus:Öffentlicher Verkehr in Italien wird bestreikt

Rom (dpa) - Mitten in der Urlaubssaison müssen sich Reisende in Italien am Mittwoch (24. Juli) wohl vielerorts etwas in Geduld üben. Gewerkschaften haben zu Streiks im gesamten Verkehrssektor aufgerufen.

Betroffen sind der öffentliche Nahverkehr in Städten wie Mailand, Venedig, Rom oder Bologna genauso wie Bahn, Taxis, Schiffe und Autobahnen.

- Bahn: Die Ausstände beträfen aber vor allem regionale Verbindungen und seien auf einige Stunden begrenzt, sagte Guido Barcucci, Sprecher der Transportgewerkschaft Filt Cgil. Die wichtigen Verbindungen seien garantiert. Auf Touristen in Italien hätten die Streiks vermutlich weniger große Auswirkungen.

Ein Sprecher der italienischen Eisenbahngesellschaft RFI sagte, vor allem regionale Züge würden ausfallen. Hochgeschwindigkeitszüge auf den wichtigen Linien seien aber nicht betroffen, genauso wenig wie zum Beispiel der Expresszug von Rom zum Flughafen.

- Flugverkehr: Am Freitag (26. Juli) wird zwischen 10.00 und 14.00 Uhr der Flugverkehr bestreikt. Die Flugsicherung war von dem Streik ausgenommen. Die Lufthansa hat dabei noch keine konkreten Planungen für den Streiktag. Das werde kurzfristig berücksichtigt, wenn das genaue Ausmaß der Ausstände erkennbar werde, sagte ein Sprecher.

Gestreikt wird in verschiedenen Städten zu unterschiedlichen Zeiten. Im Nahverkehr zum Beispiel vier Stunden. Bei der Bahn sollen von 9.00 bis 17.00 Uhr vor allem regionale Züge betroffen sein. Der Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia erklärte, einige Schalter in Mautstellen könnten geschlossen sein. Es seien aber die automatischen Kassen geöffnet. Bei Schiffen seien die "essenziellen Verbindungen" gesichert, so die Gewerkschaft Filt Cgil.

Der ADAC rät Italienurlaubern aus Deutschland, "zu den Auswirkungen des Streiks aufmerksam die Medienberichterstattung" zu verfolgen "und gegebenenfalls ihren Veranstalter" zu kontaktieren. Flugpassagiere sollten sich an ihre Airline wenden.

Unter dem Slogan "Bringen wir das Land wieder in Bewegung" fordern die Gewerkschaften von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und ein klares Regelwerk zur Verhinderung "unlauteren Wettbewerbs". Die Streiks am Mittwoch im Nahverkehr betreffen verschiedene Städte wie Mailand, Rom, Bologna oder Florenz zu unterschiedlichen Zeiten - jeweils vier Stunden.