Tierwelt:Ich glaub, mich tritt ein Zesel!

Tierwelt: Oben Krokodil, unten Oktopus - und doch kein Kroktopus, denn da ist ja noch ein Stück Gepard. Jetzt bist du gefragt: Vervollständige das Tier und schick uns dein Mischwesen an kinder-sz@sz.de.

Oben Krokodil, unten Oktopus - und doch kein Kroktopus, denn da ist ja noch ein Stück Gepard. Jetzt bist du gefragt: Vervollständige das Tier und schick uns dein Mischwesen an kinder-sz@sz.de.

(Foto: Henriette Artz)

Die gibt es wirklich. Genauso wie Liger, Pizzlys und andere Mischwesen auch...

Von Nina Himmer

Pizzlys

In Nordamerika werden immer häufiger besondere Bären gesichtet: Sie haben ein hellbraunes Fell, dessen Farbe an Cappuccino erinnert. Ihre Nasen sind lang, ihre Krallen braun und sie haben einen Buckel - das sind Merkmale von zwei Bärenarten: Polarbären und Grizzlys. Daher auch der Begriff Pizzly, eine Mischung aus beiden Worten. Pizzyls sind ein Ergebnis des Klimawandels: Weil der Lebensraum der Eisbären schrumpft, kommen sie immer weiter in die Küstenregionen, um dort nach Futter zu suchen. Die Grizzlys wiederum zieht es gen Norden, weil sie dort weniger gejagt werden. Deshalb begegnen sich die beiden Arten häufiger. Funkt es, ist das Ergebnis ein kleiner Pizzly.

Liger

Na, wer errät es? Richtig: Liger sind eine Mischung aus Löwen und Tigern. Allerdings nennt man sie nur so, wenn der Vater ein Löwe und die Mutter ein Tiger ist, umgekehrt heißt es Tigon oder Töwe. Das ist ein bisschen verwirrend, aber bei Hybriden, also einer Mischung aus zwei Tierarten, wird der Vater immer zuerst genannt. In freier Wildbahn gibt es allerdings es keine Liger, denn die Lebensräume von Tigern und Löwen überschneiden sich nicht. In Zoos aber kann man solche Tiere manchmal sehen: Sie sind extrem groß, wiegen so viel wie ein dickes Pony und haben Merkmale beider Arten: Streifen, eine Mähne, eine schwarze Schwanzspitze. Ihr Aussehen ist den Tieren schnuppe, allerdings ist auch ihr Wesen gemischt. Und das ist ziemlich blöd: Löwen leben im Rudel, Tiger sind Einzelgänger. Löwen hassen Wasser, Tiger schwimmen gerne. Und Liger? Sind hin- und hergerissen ...

Zesel und Co.

Sehr beliebt sind Kreuzungen aus Pferden und ihren Verwandten. Am berühmtesten sind Maultiere, eine Kreuzung aus einem Esel-Vater und einer Pferde-Mutter. Sie sind so stark, trittsicher und robust, dass das Militär sie gerne als Lastentiere einsetzt. Etwas verrückter wird es, wenn Zebras ins Spiel kommen. Paaren sich ein Zebrahengst und eine Eselstute, kommt ein Zebresel, Zesel oder Zonkey heraus. Umgekehrt würde es Ebra heißen. Kreuzt man hingegen Pferde und Zebras, spricht man von einem Zebroid oder Zorse. Ein besonders ungewöhnliches Zorse lebt in einem Safaripark bei Gütersloh: Die Stute Eclyse sieht aus wie angemalt. Schultern und Beine sind schneeweiß, Kopf und Hinterbacken braun-schwarz gestreift.

Camas

Eine Eier legende Wollmilchsau hätten Menschen ja schon immer gerne gezüchtet. Zumindest ein wolliges Lastentier haben sie in Dubai geschaffen: Im dortigen Kamel-Forschungszentrum leben Camas. Das ist eine Mischung aus Kamel und Lama. Man erhoffte sich davon ein genügsames Lastentier mit reichlich kuschliger Wolle. So richtig geklappt hat das nicht. Camas sind nämlich viel frecher und bockiger als die geduldigen Kamele.

Schiege

Wenn sich Schaf und Ziege ineinander vergucken, können Schiegen entstehen - oder Zafen, aber das Wort verwendet irgendwie niemand. Schiegen sind extrem selten, weil sich Schafe und Ziegen genetisch weniger ähneln, als man vermuten würde. Hin und wieder werden aber Schiegen geboren, auch in Deutschland. Selbständig fortpflanzen können sie sich aber nicht.

Basilisk

Okay, zugegeben. Basilisken gibt es nicht wirklich. Aber in der Mythologie, in Märchen und Fablen wimmelt es nur so von ausgedachten Mischwesen. Ein Basilisk zum Beispiel hat den Oberkörper eines Hahns und den Unterleib einer Schlange. Ein Pegasus hat den Körper eines Pferdes und die Flügel eines Adlers. Fallen dir noch mehr Fabelwesen ein?

Woyoten

Wenn Wölfe sich mit Coyoten paaren, kommen Coywölfe oder Woyoten dabei heraus. Diese Vermischung kommt in der Natur recht häufig vor und stellt kein Problem dar. Auch Wölfe und Hunde paaren sich mitunter, ihre Nachkommen gelten als ziemlich gefährlich. Einen eigenen Namen hab diese Wolfshybriden aber nicht. Vorschläge?

© SZ vom 11.09.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB