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Tiere - Wiesbaden:Land Hessen verzichtet in Wäldern künftig auf Mäusegift

Deutschland
Priska Hinz (Die Grünen) spricht. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Das Land Hessen will in seinen Staatswäldern künftig keine Giftköder mehr gegen Mäuse auslegen. Der Einsatz sogenannter Rodentizide stehe dem Erhalt der Artenvielfalt entgegen, heißt es in einer Mitteilung des Wiesbadener Umweltministeriums vom Montag. "Wir haben uns dafür entschieden, bei Konflikten zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz der Biodiversität den Vorrang einzuräumen", sagte Ministerin Priska Hinz (Grüne).

Derzeit breiten sich in den hessischen Wäldern vor allem Erd-, Feld- und Rötelmäuse aus. Die Tiere knabbern unter anderem junge Bäume an. Kritische Fraßschäden sind laut Ministerium derzeit allerdings nur "auf einem kleinen Teil der Wiederaufforstungsflächen zu befürchten". Gut 42 Prozent von Hessen sind mit Wald bedeckt. Dem Land gehören 38 Prozent der Waldfläche. Es ist damit der größte Waldbesitzer.

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