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Tiere - Hannover:Bericht: Minister fordern Klarheit zum Umgang mit Wölfen

Berlin (dpa) - Die Umweltminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen fordern vom Kanzleramt eine eindeutige Linie zum Umgang mit Wölfen. "Es müssen endlich klare Rahmenbedingungen für den Artenschutz des Wolfs einerseits und den Schutz von Nutztieren vor seinen Übergriffen andererseits geschaffen werden", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Sein niedersächsischer Ressortkollege Olaf Lies (SPD) sagte: "Es ist in Berlin lange genug darüber gestritten worden, wie mit dem Wolf umzugehen ist. Wir brauchen in den Ländern jetzt klare Antworten." Der Bund müsse sagen, ab welcher Anzahl Wölfe nicht mehr im Bestand gefährdet seien.

Der Wolf ist in der EU geschützt und darf nicht gejagt werden. Nur Wölfe, die mehrfach Zäune überwinden und großen Schaden anrichten, indem sie zum Beispiel Schafe töten, dürfen abgeschossen werden.

In Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist derzeit laut dem Bericht je ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Umwelt- und Landwirtschaftsministerium im Bund hatten bisher keinen Kompromiss gefunden, wie mit der Rückkehr des Wolfs umgegangen werden soll.