Thema der Woche:Die Wandelwahl

Thema der Woche: Wer wird es? Angela Merkel schon mal nicht, die Kanzlerin hört nach 16 Jahren auf.

Wer wird es? Angela Merkel schon mal nicht, die Kanzlerin hört nach 16 Jahren auf.

(Foto: Illustration: Martina Paukova)

Es ist so weit: Am Sonntag wird in Deutschland über den neuen Bundestag abgestimmt. Wer auch gewinnt, es wird sich eine Menge ändern. Denn Kanzlerin Angela Merkel hört nach 16 Jahren im Amt auf. Wer wird ihr Nachfolger?

Von Nico Fried

Dauernd waren die Politiker zuletzt im Fernsehen, und ihre Plakate hängen seit Wochen an Bäumen und Laternenmasten. Am Sonntag ist Bundestagswahl, und irgendwann danach wissen wir, wer der neue Bundeskanzler oder die neue Bundeskanzlerin sein wird. Dann kommt nicht mehr Angela Merkel jeden Abend in den Fernsehnachrichten, sondern eine andere Person.

Wie? Merkel hört auf? Ja, sie war 16 Jahre lang Kanzlerin. Nur sehr große Geschwister haben einen anderen Kanzler erlebt. Jetzt ist Angela Merkel 67 Jahre alt und hat entschieden, mal was anderes zu machen. Manche Eltern werden in den nächsten Wochen beim Zeitunglesen sagen: "Gut, dass sie endlich weg ist." Andere werden seufzen: "Schade, dass sie nicht mehr da ist."

Aber wenn ein Nachfolger für Angela Merkel gesucht wird, warum heißt es dann Bundestagswahl und nicht Bundeskanzlerwahl? Das liegt daran, dass die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag mit den Parteien, die sie wählen, die Abgeordneten für den Bundestag bestimmen. Deshalb sieht man auch so viele verschiedene Leute auf den Plakaten. Die wollen nicht gleich alle Kanzler werden, sondern zunächst das Volk im Parlament vertreten. Die Abgeordneten, die von der gleichen Partei sind, bilden dann im Bundestag eine Fraktion. Und erst wenn sich mehrere Fraktionen, die eine Mehrheit haben, einigen, wählen sie im Bundestag Merkels Nachfolger. Weil das schwierige Verhandlungen sein dürften, kann es aber sein, dass Angela Merkel noch ein paar Wochen lang Kanzlerin ist.

Geht es also nur um Posten und Jobs für Politiker? Nein, der Klimaschutz und auch die Lage von Kindern haben im Wahlkampf eine große Rolle gespielt. Für viele Eltern sind die Programme der Parteien in diesen Fragen auch wichtige Gründe für ihre Wahlentscheidung. Aber ob die Politiker dann wirklich halten, was sie versprechen - das erfährt man erst nach Wahl.

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