Künstliche IntelligenzTyrannei der Bequemlichkeit

Lesezeit: 8 Min.

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Liebe, Wissen, Genuss – dank KI und digitaler Technologie ist heute fast alles ohne Anstrengung sofort verfügbar. Warum ein müheloses Leben aber keinesfalls erstrebenswert ist.

Essay von Michael Moorstedt

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Es ist Sonntag, 20 Uhr, und der technologische Fortschritt ist mal wieder kaum noch von Magie zu unterscheiden. Alles befindet sich in Reichweite: Aus dem tragbaren Lautsprecher perlen schöne Stücke aus ein paar Hundert Jahren Musikgeschichte (Dvořáks 9. Sinfonie), gerade wurde das Abendessen geliefert (Chicken Tikka Masala), die Arbeit für morgen (Konzepte schreiben) hat vorhin schon die KI erledigt, und die Dating-App zeigt die vielversprechendsten Profile interessierter Damen (Mia, 39). Das ganze Leben ein einziges Best-of.

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Wut ist der Treibstoff der digitalen Öffentlichkeit. Kein Gefühl lässt sich so leicht triggern, so präzise instrumentalisieren, so messbar in Klicks und Shares umrechnen – und wir alle fallen täglich darauf rein.

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