MeinungTankstellenNichts, wirklich nichts hier ist Super Plus, außer vielleicht das Benzin

Essay von Max Scharnigg

Lesezeit: 7 Min.

David Oßwald/picture alliance/dpa/NEWS5

Die Tankstelle ist immer geöffnet und immer irgendwie politisch: Über einen Sehnsuchtsort, der jederzeit explodieren kann.

Neben den „Buddenbrooks“ (1901) und „Berlin Alexanderplatz“ (1929) stellt der Film „Bang Boom Bang“ (1999) bekanntlich die dritte ernst zu nehmende Auslotung des deutschen Gemüts im 20. Jahrhundert dar. Und im Gegensatz zu den beiden anderen ist dieses Meisterwerk noch deutlich unteranalysiert. Der Film zeigt jedenfalls in angemessener Form, was dieses Land bis vor nicht allzu langer Zeit noch im Innersten zusammenhielt, nämlich Kreisliga-Fußball, Autos ohne ABS, Martin Semmelrogge und das Ruhrgebiet.

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