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Tango-WM in Buenos Aires:"Ich kann nur fühlen, fühlen, fühlen"

Der argentinische Tango gilt als der erotischste aller Paartänze und übt auf viele Menschen eine starke Faszination aus. Die Bilder von der Weltmeisterschaft lassen erahnen, warum.

Violetta Simon

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Quelle: AFP

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Der argentinische Tango gilt als der erotischste aller Paartänze und übt auf viele Menschen eine starke Faszination aus. Die Bilder von der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires lassen erahnen, warum.

Buenos Aires im Land des Lächelns: Ein Argentinier und eine Japanerin haben bei der achten Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires den ersten Platz gewonnen. Die aus Tokio stammende Chizuko Kuwamoto und ihr Partner Diego Ortega haben sich gegen 400 Paare durchgesetzt. "Ich kann gar nicht richtig denken, nur fühlen, fühlen, fühlen", sagte die überglückliche und in Tränen aufgelöste Gewinnerin. Dass Teilnehmer aus Fernost ganz vorne mittanzen, ist inzwischen nicht mehr ungewöhnlich: Vergangenes Jahr wurde ein japanisches Paar zum Weltmeister gekürt.

Tango dancer Vargas of Colombia wearing fake eyelashes waits backstage before competing in the Tango Dance World Championship in Buenos Aires

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Sicher, beim Tango geht es um getanzte Leidenschaft und Ästhetik. Doch was nützt die schönste Choreografie, wenn man nicht gesehen wird? Laura Vargas aus Kolumbien hat ihrem Gesicht mit künstlichen, lilafarbenen Wimpern Ausdruck verliehen.

Tango

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Der Tango stammt aus den Rotlichtvierteln von Argentinien und Uruguay. Maximiliano Cristiani und seine Partnerin Maria Bartolome zeigen, warum der Tanz auch als "Drei-Minuten-Beziehung" bezeichnet wird - eine intensive Begegnung ohne Konsequenzen.

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Juan Martinez und Nora Witanowski aus Argentinien verkörpern diese sinnliche, intensive "Begegnung ohne Nachspiel" auf der Bühne perfekt.

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Seit 2009 gehört der Tango zum Unesco-Weltkulturerbe. Er steht auf der Liste der schützens- und erhaltenswerten Künste und Traditionen, der sogenannten "immateriellen Kulturgüter". Die argentinischen Landsleute Gonzalo Angeles de Soto und Nathalia Pena haben es mit ihrer Performance ins Finale geschafft.

Tango dancers Leonardo Luizaga and Pablo Luizaga of Argentina compete in eighth edition of the Tango Dance World Championship in Buenos Aires

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Die Lieder des Tango erzählen von Entwurzelung, enttäuschten Hoffnungen und unerfüllten Träumen. Leonardo Luizaga und Pablo Luizaga aus Argentinien scheinen Trost in der Begegnung zwischen Mann und Frau zu suchen.

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Tango gilt unter den Paartänzen mit Abstand als der erotischste - zurecht, wie man bei Eber Burger und Yesica Lozano sehen konnte. Das argentinische Paar erreichte mit seiner sinnlichen Darbietung das Finale.

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Das ein oder andere Paar übertrieb es mit der Erotik vielleicht auch etwas: Byron Torres und Vanessa Hortua aus Kolumbien zeigten nicht nur, was sie können - sondern, was sie haben.

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Nachdem der Tango vom Rotlichtbezirk auf die Tanzflächen der Großstädte drängte, fügte er sich den moralischen Normen der Gesellschaft und wurde sittsamer. Der argentinische Dichter Jorge Luis Borges beschrieb den Wandel so: "Früher war der Tango eine orgiastische Teufelei; heute ist er eine Art zu schreiten." Cristian Lopez und seine japanische Partnerin Naoko Tsutsumizaki schritten überaus erotisch.

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Byron Torres und Vanessa Hortua aus Kolumbien tanzten sich mit einer Choreografie ins Finale, die zuweilen zwischen Erotik und Verrenkung schwankte.

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Auch Julian Sanchez und Nair Schinca aus Argentinien schienen vor allem Wert auf Akrobatik zu legen - was nicht zuletzt an dem Outfit der Tänzerin zu sehen war, das stark an einen Badeanzug erinnerte.

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Eiserne Regel beim Tango: Der Mann hat die Kontrolle, die Frau darf, ja muss, sich fallen lassen - in Zeiten der Emanzipation für manche eine echte Herausforderung. Die Argentinier Cristian Correa und Manuela Rossi zeigten, dass der Mann die Frau dabei auch auf Händen tragen darf.

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Dass Mann und Frau sich dabei durchaus auf Augenhöhe begegnen, sah man bei der Choreografie des japanischen Paares Daniel Boujon und Manabu Kato.

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Auch wenn jedes Paar seine ganz eigene Ausdrucksweise dafür hat - letztlich geht es doch immer nur um das eine: dass Mann und Frau im Gleichschritt bleiben.

© sueddeutsche.de/vs
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