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Stars und ihre Stalker:Gefährliche Nähe

Sie brechen bei ihren Stars ein, essen deren Nüsse, schlafen in deren Betten und drohen im schlimmsten Falle mit Mord: Die kuriosesten Stalker-Geschichten.

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Stars und ihre Stalker, Uma Thurman; Foto: Getty Images

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Sie brechen bei ihren Stars ein, essen deren Nüsse, schlafen in deren Betten und drohen im schlimmsten Falle mit Mord: Die kuriosesten Stalker-Geschichten.

Uma Thurman und Jack Jordan

Der Stalker verfolgte Uma Thurman auf Schritt und Tritt, terrorisierte sie, ihren Freund und sogar ihre Eltern. Manchmal schickte er Postkarten, die Grabsteine zeigten, eine Braut mit abgeschlagenem Kopf oder andere schaurige Motive. Als er die Schauspielerin bei Dreharbeiten in ihrem Wohnwagen überfiel, konnte er festgenommen werden.

Gerichtliche Folgen: drei Jahre Haft auf Bewährung.

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Die Texte sind dem Buch "Ein Paar. Ein Buch" von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke entnommen. Erschienen bei Süddeutsche Zeitung Edition. München, 2009.

Stars und ihre Stalker, Steven Spielberg; Foto: AP

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Steven Spielberg und Jonathan Norman

Norman hatte sich über viele Jahre von einem aufdringlichen Fan zu einer unberechenbaren und ernsthaften Gefahr entwickelt. Er drohte an, den Regisseur zu überwältigen, ihn zu vergewaltigen und seine Familie zu töten. Nur die Festnahme verhinderte die im Detail exakt geplante Tat.

Gerichtliche Folgen: 25 Jahre Haft.

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Stars und ihre Stalker, Hillary Duff; Foto: Getty Images

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Hillary Duff und Maxim Miakowski

Miakowski drohte nicht nur öffentlich damit, alle umzubringen, die seinem Idol ("Lizzie McGuire") zu nahe kommen würden - er plante auch ein Attentat auf die Schauspielerin: Für den 22. November 2006 hatte er ihren Tod angekündigt.

Gerichtliche Folgen: 117 Tage Haft und fünf Jahre Bewährung.

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Stars und ihre Stalker, Jeanette Biedermann; Foto: Getty Images

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Jeanette Biedermann und Eckerhardt O.

Monsieur O. brach in die Wohnung der Sängerin ein und verbrachte dort eine Nacht, wenn auch alleine. Er aß ihre Cashewnüsse und Mandeln auf, trank ihren Champagner, legte sich in ihr Bett - hinterließ aber auch ein paar Geschenke.

Gerichtliche Folgen: 3600 Euro Geldstrafe.

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Stars und ihre Stalker, Jesse James; Foto: Reuters

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Jesse James und Marcia Valentine

Die Stalkerin Marcia Valentine hatte eine besondere Methode entwickelt, um auf sich aufmerksam zu machen: Sie versuchte mehrmals, Jesse James, den Ehemann von Sandra Bullock, mit dem Auto zu überfahren - der sich aber stets mit einem Sprung in die Einfahrt retten konnte.

Gerichtliche Folgen: drei Jahre Haft, zum Teil auf Bewährung ausgesetzt.

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Stars und ihre Stalker, Britney Spears; Foto: AP

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Britney Spears und Masahiko Shizawa

Der japanische Stalker Masahiko Shizawa bedrängte die amerikanische Sängerin mit Telefonaten, Faxen und Briefen. Ein Foto von sich hatte er signiert: "Ich jage dich."

Gerichtliche Folgen: Shizawa darf Britney Spears heute weder kontaktieren, noch darf er ihr näher als 300 Meter kommen. In die USA hat er Einreiseverbot.

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Stars und ihre Stalker, Mel Gibson; Foto: dpa

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Mel Gibson und Zack Sinclair

Sinclair war auf besonders spirituelle Art schon seit Monaten aufdringlich: Ständig bat er den Schauspieler Mel Gibson darum, mit ihm beten zu dürfen. Dabei verfolgte er einen, wie er meinte, höheren Auftrag und behauptete, er sei "zur Heilung Gibsons von Gott gesandt worden".

Gerichtliche Folgen: weltliche drei Monate Haft.

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Stars und ihre Stalker, Brad Pitt; Foto: AFP

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Brad Pitt und Athena Marie Rolando

Drei Jahre vergingen, in denen sie ihrem Idol zahlreiche Briefe und Geschenke geschickt hatte, dann beschloss die Stalkerin Rolando 1999, Brad Pitt einen Besuch abzustatten. Durch ein Fenster gelangte sie problemlos in sein Haus in den Hollywood Hills. Seine Abwesenheit nutzte Rolando, um sich ein wenig umzusehen, die Garderobe des Schauspielers anzuprobieren und ein paar Polaroids von sich zu schießen. Schließlich genehmigte sie sich ein Päuschen in seinem Bett und schlief dort ein, wo sie später entdeckt und gefasst wurde.

Gerichtliche Folgen: 15 Tage gemeinnützige Arbeit, drei Jahre Haft auf Bewährung und Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Der in Zukunft einzuhaltende Mindestabstand zu Brad Pitt: 100 Meter.

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Stars und ihre Stalker, Michael Jackson; Foto: AFP

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Michael Jackson und Lavon Muhammad

Lavon Muhammad klingelte Ende der neunziger Jahre einfach an der Pforte der Neverland Ranch und wurde von den Sicherheitsbeamten eingelassen, als sie glaubhaft machen konnte, zur Familie zu gehören. Sie streunte ein wenig durchs Haus und machte sich schließlich in der Küche etwas zu essen. Weil sie aber einen Haufen unverständliches Zeug brabbelte, wurden die vorher Arglosen doch noch misstrauisch und riefen die Polizei. Vor den Beamten und auch vor Gericht hielt Muhammed ihre Behauptungen weiter aufrecht und bestand darauf, mit Michael Jackson verheiratet zu sein und vier Kinder mit ihm aufgezogen zu haben.

Gerichtliche Folgen: drei Jahre Haft auf Bewährung

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Stars und ihre Stalker, Anna Kournikowa; Foto: AP

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Anna Kurnikowa und William Lepeska

Lepeska schwamm nackt quer durch die Biscayne Bay vor Miamis Küste, bis zu Anna Kurnikowas Villa. Er stieg aus dem Wasser und rief "Anna, rette mich!" Der Stalker war der ehemaligen Tennisspielerin schon vorher mehrmals unangenehm aufgefallen - mit zahlreichen anzüglichen Briefen und E-Mails. Bei der Gerichtsverhandlung wurde aus Liebe Hass, plötzlich wollte der Mann, dessen rechten Oberarm ein Porträt von Kurnikowa ziert, sein Opfer töten, um "die Welt zu retten und das Böse zu bekämpfen".

Gerichtliche Folgen: William Lepeska darf sich Anna Kurnikowa und ihrem Haus nicht mehr nähern - 300 Meter Mindestabstand.

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Stars und ihre Stalker, Jennifer Garner; Foto: Getty Images

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Jennifer Garner und Steven Burky

Sechs Jahre lang hatte Steven Burky die amerikanische Schauspielerin mit verschrobenen Liebesbriefen genervt und sie an Drehorten und an ihrer Haustüre überrascht. "Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an meine Liebe zu dir denke", ließ der Stalker sie wissen. Da die Ehefrau von Ben Affleck seine Zuneigung nicht erwiderte, formulierte Burky plötzlich eine wirre und unverständliche Vision: "Wegen ihres Glaubens an Jesus Christus könnte Jennifer Garner am Tag verfolgt werden", schrieb er, "dabei könnte auch ein dunkles Geheimnis aufgedeckt werden - die Existenz von verbotener Hexerei und Opferungen."

Gerichtliche Folgen: Steven Burky muss heute einen Abstand von mindestens hundert Metern zu Jennifer Garner, Ben Affleck und zu ihren Töchtern halten.

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Stars und ihre Stalker, George Michael; Foto: ddp

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George Michael und Lucy Nowak

Nach einem weiteren erfolgreichen, nicht ihrem ersten, Einbruch in die Villa des englischen Sängers versteckte sich Nowak vier Tage unter den Bodendielen und lauerte ihm auf - ohne ihn zu Gesicht zu bekommen. Außerdem bombardierte sie ihn mit E-Mails - nicht anzüglich, aber regelmäßig. Wegen dieser hübschen Liste von Belästigungen sollte sie verurteilt werden, doch George Michael bekam Mitleid und setzte sich mit einer schriftlichen Einreichung bei Gericht persönlich für eine gewisse Milde ein.

Gerichtliche Folgen: keine Haftstrafe aufgrund der Fürsprache George Michaels - aber einige Monate in psychiatrischer Behandlung.

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Stars und ihre Stalker, Madonna; Foto: Getty Images

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Madonna und Robert Hoskins

Viele Tage verbrachte Hoskins vor dem Haus der amerikanischen Sängerin und opferte seine ganze Freizeit, manchmal blieb er rund um die Uhr. Irgendwann begann er, über die Mauer des Anwesens zu klettern und kleine Zettel mit verliebten Botschaften an der Eingangstür zu hinterlassen. Die Botschaften nahmen mit der Zeit einen härteren Ton an. So drohte er, Madonna die Kehle durchzuschneiden, sollte sie ihn nicht heiraten. Als er zum wiederholten Mal ums Haus schlich und sich der Tür näherte, wurde er von einem Bodyguard gestellt und angeschossen.

Gerichtliche Folgen: zehn Jahre Haft und sechs Monate psychiatrische Behandlung.

Foto: Getty Images (sueddeutsche.de/bre)

Die Texte sind dem Buch "Ein Paar. Ein Buch" von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke entnommen. Erschienen bei Süddeutsche Zeitung Edition. München, 2009.

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