Deutscher AlltagRätselhaftes Stadtbild

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Kurz mal Pause machen und die Aussicht genießen: Fußgänger in Würzburg.
Kurz mal Pause machen und die Aussicht genießen: Fußgänger in Würzburg. Stephan Rumpf

Die einarmig Tätowierten und die fahrradlosen Fahrradfahrer: Warum die Fußgängerzone ein guter Ort für Mutmaßungen ist.

Kolumne von Kurt Kister

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Ich gehöre der wahrscheinlich letzten Generation an, die noch Karl May gelesen hat. Als „gelesen“ zählt hier die Lektüre von mindestens zwanzig Bänden in der dunkelgrünen Bamberger Ausgabe. Das Personal des sächsischen Fantasten ist nahezu unüberschaubar, auch wenn es stets wiederkehrende Helden gibt – Old Shatterhand, Winnetou, den Dr. Sternau, Kara Ben Nemsi, das Pferd Rih et cetera. Manche dieser Namen, die man sich damals gemerkt hat, sind bis heute im Hirn fest verschraubt, obwohl sie weder mittelbaren noch unmittelbaren Nutzwert haben. Ich kann zum Beispiel den vollen Namen von Hadschi Halef Omar (Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah) aufsagen, weiß aber nicht, wer gerade Bundeslandwirtschaftsminister oder Chefredakteur des Spiegels ist.

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