Sport in der Schwangerschaft Beine ins Wasser!

Beine ins Wasser statt Wasser in den Beinen

Und natürlich gibt es Sportarten, die besser geeignet sind - andere sind es weniger oder können sogar schaden. So raten Ärzte generell meistens von Aktivitäten mit abrupten Bewegungen wie Tennis, Volleyball oder Squash ab.

Auch Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko wie Skifahren, Drachenfliegen, Inlineskaten oder Kampfsport sind nicht zu empfehlen. Zum einen drohen bei einem Unfall direkt Gefahren für Mutter und Kind, zum anderen sind Diagnose- (kein Röntgen!) und Therapiemöglichkeiten (keine Narkosen und Operationen!) schlecht.

Besser sind da gemäßigte Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen oder Aquagymnastik. Denn: Im Wasser belastet nur noch ein Zehntel des Körpergewichts die Gelenke - der dicke Bauch ist weniger spürbar, die Gelenke werden geschont.

Und der Wasserdruck hilft Wassereinlagerungen ein Stück entgegen. Besonders die Beinvenen werden dadurch entlastet.

Dabei empfiehlt sich auch aus anderen Gründen der Gang ins Schwimmbad: Denn laut einer Studie, für die dänische Forscher mehr als 92.000 werdende Mütter zu ihren Freizeitaktivitäten befragten, erhöht Sport - neben den positiven Effekten auf den Körper der Frau - in den ersten Schwangerschaftswochen leider offenbar das Risiko für eine Fehlgeburt.

Natürlich spielt dabei die Dosis eine Rolle: Wer mehr als sieben Stunden die Woche Sport treibt, hat laut den dänischen Wissenschaftlern ein mehr als vier Mal so hohes Risiko, sein Kind zu verlieren.

Immer den Arzt fragen

Für besonders gefährlich - so die Studie - sind Sportarten wie Joggen oder Tennis, aber schon moderaters Walken verdopple zu Beginn einer Schwangerschaft die Fehlgeburtsrate. Nur wer schwimmt, ist demnach den Frauen gegenüber im Vorteil, die sich gar nicht sportlich betätigen.

Eine genauere Nachuntersuchung und Bewertung der Studie steht noch aus, aber eins gilt schon jetzt auf jeden Fall: Bei allem immer den Arzt oder die Ärztin fragen.

"Prinzipiell ist Sport erlaubt, doch besonders bei Vorerkrankungen ist Vorsicht geboten", sagt Sanitätsrat Dr. Werner Harlfinger, Landesvorsitzender der Frauärzte in Rheinland-Pfalz. Zu Krankheiten, die besonderer Aufsicht bedürfen, gehören unter anderem hoher Blutdruck, Gefäß- und Schilddrüsenerkrankungen sowie Diabetes.

Auch wer nach dem Sport Kopfschmerzen, Blutungen oder gar Schmerzen im Unterleib hat, muss sich sofort untersuchen lassen.

Und natürlich gilt: Immer Zeit für Regeneration und Entspannung nehmen. Das Leben mit Kleinkind wird dann nämlich noch anstrengend genug - da kommt die Fitness von allein.

Weiter Tipps unter:

http://www.sportundschwangerschaft.de/

http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/118523271/HTMLSTART