Seit bald einem Jahr flanieren wir, obwohl wir eigentlich ausgehen wollen. Der Spaziergang ersetzt während des Lockdowns den Kaffeehausbesuch, das Theater, das gemeinsame Abendessen mit Freunden. Man verabredet sich im zweiten Frühling der Kontaktbeschränkungen schon wie selbstverständlich zur Lockdown-Runde, füttert den Schrittzähler, der viele im Home-Office täglich daran erinnert, dass ihre Beinmuskulatur den Weg in die Arbeit gerade vermisst.
Geschichte des SpaziergangsDie Eile der anderen
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Der Spaziergang hat seit Beginn der Pandemie viele neue Freunde gefunden. Einst war er ein Privileg des Hofadels, heute strömen die Massen ins Freie. Ein Blick zurück.
Von Leila Al-Serori
