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Soziales - Wiesbaden:Klose: Fortsetzung von Bundesprogramm für mehr Erzieher

Deutschland
Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Bund soll sich nach einer Forderung der hessischen Landesregierung weiter an der Finanzierung der Erzieherausbildung beteiligen. Sozialminister Kai Klose (Grüne) richtete in einem Brief den "dringenden Appell" an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) "die "Fachkräfteoffensive", wie ursprünglich von Ihnen angekündigt, im Schuljahr 2020/2021 mit einem weiteren Förderdurchgang unmittelbar fortzusetzen". Der Brief lag der dpa in Wiesbaden vor.

Giffey hatte 2018 angekündigt, dass der Bund in zwei Jahrgängen insgesamt 5000 Fachschüler fördern will, damit die jungen Leute eine Ausbildungsvergütung bekommen und der Beruf dadurch attraktiver wird. Von Mitte 2019 bis 2022 wollte der Bund insgesamt rund 300 Millionen Euro in eine Fachkräfteinitiative für den Erzieherberuf investieren. Das Geld sollte zusätzlich zu den 5,5 Milliarden Euro aus dem Gute-Kita-Gesetz fließen.

Obwohl das Förderprogramm ein wichtiges Element sei, um Kita-Träger mit Blick auf angestrebte Verbesserungen bei der Personalausstattung zu unterstützen, sei der Bund kurz vor Jahresende ausgestiegen, erklärte Klose. "Damit lässt der Bund Land und Kommunen allein und zieht sich entgegen seiner Zusagen aus dieser Verantwortung."